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09
Oct

Fettleibigkeit und episodische Migräne

von Dr. Jan Dommerholt, PT, DPT, MPS, DAAPM

Episodische und chronische Migräne sind häufig auftretende Formen von Kopfschmerzen. Obwohl die chronische Migräne viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekommt, leiden tatsächlich aber nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung daran. Demgegenüber kommen episodische Kopfschmerzen – definieret als einen Zustand von bis zu 14 Migräne-Anfällen pro Monat – sehr viel häufiger vor mit einer Verbreitung von zwölf bis 15 Prozent.

Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass Fettleibigkeit – eine zunehmend häufige Erkrankung in der westlichen Gesellschaft – mit der episodischen Migräne zusammenhängt. Dies trifft vor allem bei Frauen und jüngeren Menschen unter fünfzig Jahren zu. Interessanterweise steigt jedoch das Risiko, an episodischer Migräne zu leiden, bei übergewichtigen Männern über fünfzig nicht an.

Es ist nicht ganz klar, wie Fettleibigkeit und episodische Migräne zusammenhängen. Einige Forscher spekulieren, dass der Hypothalamus eine wichtige Rolle dabei spielt: Der Hypothalamus ist der Teil des Gehirns, der regelt, ob man essen will. Der Hypothalamus hat also mit Fettleibigkeit zu tun, er ist aber auch aktiv während Migräne-Anfällen. Andere mutmassen, dass Menschen mit episodischer Migräne gezwungenermassen weniger körperlich aktiv sind, was wiederum Übergewicht und Fettleibigkeit fördert. Es ist auch denkbar, dass bestimmte entzündliche Proteine, die gewöhnlich bei Fettleibigkeit erkennbar sind, mit der episodischen Migräne in Verbindung gebracht werden können.

Aufgrund des Zusammenhangs zwischen Fettleibigkeit und episodischer Migräne, vor allem bei Frauen, ist es schlussendlich besonders wichtig, dass Menschen, die unter episodischer Migräne leiden, regelmässig trainieren um ihr Gewicht zu kontrollieren und auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten.

Dr. Jan Dommerholt
Mitglied des medizinischen Beirats von CatchMyPain.
Hier erfahren Sie mehr über ihn.

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