News

07
Aug

Betroffene erzählen #1: Die eigene Einstellung gegenüber den Schmerzen

Barbara, eine geschätzte CatchMyPain Nutzerin, leidet seit mehreren Jahren an chronischen Schmerzen. Freundlicherweise hat sie einen Artikel über die Bedeutung der persönlichen inneren Einstellung im Umgang mit Schmerzen geschrieben. Viel Spass beim Lesen:

Schmerzen können das Leben zum Stillstand bringen und Träume zerstören, wenn man es zulässt. Schmerzen, die schleichend entstehen sei es aufgrund einer Krankheit wie Diabetes oder aufgrund einer Behandlung wie z.B. einer Chemotherapie, können zermürbend sein. Und dann gibt es noch die Schmerzen, welche ohne bekannte medizinische Ursache entstehen und bleiben…

Die australische Schmerz Management Vereinigung schreibt hierzu:

“Die grösste Herausforderung bei chronischen Schmerzen muss weder die Intensität, noch die Art der Schmerzen sein, sondern die Tatsache, dass die Schmerzen möglicherweise bleiben und dass die langfristige Schmerzfreiheit eine Hoffnung, aber nicht die Erwartung sein darf.”

In deren Artikel (Englisch) erklärt die Vereinigung, dass die eigene Einstellung gegenüber den Schmerzen darüber entscheidet, wie gut man mit den Schmerzen leben kann. Zusätzlich spielt die Einstellung Ihres Umfeldes eine Rolle. Die persönliche Einstellung ist aber die wichtigste: Wenn man eine starke proaktive Einstellung hat, erhält man die Möglichkeit, die Lebensqualität zu verbessern.

Es gibt kein genaues Rezept, welches zu einer positiven Einstellung führt. Es liegt daher an Ihnen selbst, den richtigen Weg zu finden. Schaffen Sie es, bedeutet dies nicht, dass Ihre Schmerzen verschwinden und es keinen dieser besonders schlimmen Tage mehr geben wird. Es bedeutet aber, dass Sie das Steuer über Ihr Leben zurückerobert haben.

Vielleicht wird irgendwann ein Wundermedikament oder eine Wunderbehandlung entdeckt, die Ihre Schmerzen von einem Tag auf den nächsten verschwinden lassen. Auf diesen Tag sollten Sie aber nicht warten. Es hilft, wenn man zunächst die eigene Situation akzeptiert. Verwenden Sie ein Schmerztagebuch damit Ihnen bewusst wird, was die Schmerzen mildert und was sie verstärkt. Hören Sie auf Ihren Körper. Sie werden lernen zu verstehen, was er ihnen sagen möchte und Sie werden Wege finden, um die körperliche und geistige Verfassung zu verbessern.

Am wichtigsten ist es meiner Meinung nach, dass man nach vorne sieht und zumindest mit kleinen Schritten voranschreitet. Beginnen Sie damit, kleine Dinge im Alltag zu verändern. Lernen Sie was Ihnen Freude macht und was Ihnen ein gutes Gefühl vermittelt. Kommt ein schlechter Tag, versuchen Sie die Dunkelheit mit Ihren positiven Erfahrungen zu verjagen.

Barbara Zarrella, Florida, USA
(frei übersetzt aus dem Englischen)

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Beitrag gefallen hat und dass Sie vielleicht sogar einen positiven Anreiz gefunden haben.
Möchten Sie persönliche Erfahrungen mit anderen Betroffenen teilen oder kennen Sie besonders gute Artikel über chronische Schmerzen? Schicken Sie uns bitte entsprechende Texte oder Links an teilen@catchmypain.com

Comments are closed.